Biologische Station im Ennepe- Ruhr- Kreis
und
Regionalverband Ruhr Ruhr Grün Revier Ennepe Ruhr
„Waldbrot“ Aktion mit der Bäckerinnung im Ennepe- Ruhr- Kreis
Nach den Sturmschäden, die der Sturm „Kyrill“ im Januar auch in den Wäldern im Ennepe- Ruhr – Kreis angerichtet hat, regte der Obermeister der Bäckerinnung im Ennepe- Ruhr- Kreis, Herr Harry Kaiser an, ein sog. Waldbrot zu backen. Aus dem Verkauf des Brotes sollten 30 Cent für die Wiederaufforstung der Sturmflächen verwendet werden. Die Umsetzung der Pflanzungen sollte durch das Forstrevier Ennepe Ruhr des Regionalverbandes Ruhr erfolgen.
Bald war es soweit... Die Waldbrotaktion war abgeschlossen. Die Bäckerinnung im Ennepe- Ruhr- Kreis hatte einen Betrag von 2.000 Euro zur Verfügung gestellt.
Die Wiederaufforstung der Flächen begann. Über 500 Kinder und Jugendliche pflanzten in den kommenden Wochen im Ennepe- Ruhr- Kreis viele hundert Buchen und wollten so ihren Beitrag zum Klimaschutz leisten. Schüler aller Schulformen - von der Grundschule bis zum Gymnasium – beteiligten sich an der Wiederaufforstung der zerstörten Waldflächen. Unterstützt wurden sie bei dem gemeinsamen Projekt des Regionalverbandes Ruhr Grün und der Biologischen Station im Ennepe-Ruhr-Kreises von Förster Michael Göhlich und Biologielehrerin Elke Zach-Heuer.
Einen halben Tag verbrachten Kinder verschiedenster Jahrgangsstufen unserer Schule mit den Waldarbeitern auf den Windwurfflächen. Professionell wurde im Team gearbeitet mit Fluchtstab und Pflanzhacke. Rucksackverpflegung und viel Bewegung an der frischen Luft gehörten natürlich auch dazu. Die Lernstationen hatte Elke Zach-Heuer individuell für das jeweilige Alter der Schüler entwickelt. Es wurden nicht nur alle Sinne der jungen Waldarbeiter aktiviert, sondern auch Mathe, Deutsch, Biologie und Geschichte geübt. Messen mit Zollstock und dem „Försterdreieck“, Spurensuche („Wer hat denn diesen Zapfen angenagt?“) und Baumbestimmung ergänzten die Arbeit mit dem schweren Werkzeug. „Der Lernerfolg war garantiert, da das eigene Tun bekanntlich am effektivsten ist“, bestätigte Förster Göhlich. Zur Vorbereitung fand im September eine Lehrer-Fortbildung in der Biologischen Station statt. „Es ging nicht nur um eine einmalige Aktion in unserer Nähe, sondern um die Idee im Sinne der Agenda 21: Global denken – Lokal handeln“, so Elke Zach-Heuer. Schüler arbeiteten an ihrem persönlichen Baumbuch, beschäftigten sich mit Klimaschutz und Waldökologie.
Mehr Informationen zu "Agenda 21 in der Schule" finden Sie unter: www.agenda21schulen.nrw.de
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